Chronik des Psycho-Krieges 08
13.11.17


 

Hainsbach

 


Auf dem gemeindeeigenen Grundstück 243/6 der Gemarkung Asbach
verlief in seinem Bett der Hainsbach, 
bis ihn die DDR-Regierung aus Grenzsicherungsgründen 
in ein anderes Bett verlegte.
Dabei nahm sie keine Rücksicht auf die Eigentumsverhältnisse der Bürger, 
über deren Grundstücke der Bach seither illegal verläuft.

Die Gemeinde ist gemäß dem Wasserhaushaltsgesetz 
Betreiberin des Hainsbaches, als Gewässer zweiter Ordnung. 
Sie betreibt diese Anlage auf den entsprechenden Abschnitten 
ohne gültige Rechtsgrundlage.

Die Grundstückseigentümer haben dadurch erhebliche Nachteile: 
Einschränkung der Nutzung und Bebaubarkeit, 
in einer Breite von 15 m 
(Bachbreite = 2 m, Böschungswinkel auf beiden Bachseiten a‘ 1,5 m = 3 m, 
ab Böschungsoberkante auf beiden Seiten 5 m = 10 m), 
zusätzlicher Bau von Brücken plus Kosten für die Genehmigungsverfahren, Geruchsbelästigung wegen Einleitung ungereinigten Abwassers in den Bach, 
Kosten für die Wartung und Pflege der Böschungen 
(z.B. Abmähen der Brennnesseln, was eigentlich Aufgabe der Betreiberin wäre).

Auch ich war davon betroffen. 
Mein Grundstück war durch den Bach zweigeteilt. 
Ich habe aber kein großes Ansinnen gehabt, 
eine Verlegung des Baches zu fordern, 
sondern habe mich mit den Gegebenheiten arrangiert:
habe auf meine Kosten eine Brücke gebaut 
und das an mein Grundstück angrenzende Gemeindegrundstück, 
als Ausgleich, in der Breite des (früheren) Bachlaufes 
ohne Rücksprache mit eingezäunt 
und von meinen Pferden abweiden lassen.

Anders als bei den Grundstücken Grau/Klampfl und Sliwinski:
Zunächst gibt es hier eine einverständliche Regelung 
mit dem damaligen Bürgermeister Werner Rühling, 
den alten und den derzeitigen Bachlauf 
nebst Randbereichen gegeneinander nutzungstechnisch zu tauschen.

Die Gemeinde (BM Ursel Lange) 
klagt nach mehreren Jahren ohne ersichtlichen Grund 
Grau/Klampfl von diesem Tauschgrundstück herunter 
und am 15.09.2008 
wird die anfangs gefundene Regelung 
durch die Gemeinde Asbach-Sickenberg gekündigt.

Ich sehe hier, abgesehen von der Unsinnigkeit der Handlung, 
eine Ungleichbehandlung von Bürgern durch BM Ursel Lange und den GR.
Die Situation war bei mir die gleiche wie bei Klampfl/Grau und Sliwinski,
nur mit dem Unterschied, 
dass ich mich nicht einmal 
auf eine einverständliche Regelung hätte berufen können.
Ich wurde aber nicht aufgefordert, 
das von mir „besetzte“ Grundstück zu räumen, 
ich wurde nicht verklagt.
Deshalb muss ich annehmen, 
dass es sich um eine persönlich motivierte, 
gegen Klampfl/Grauund Sliwinski gerichtete Aktion handelte.

Grau/Klampfl sehen daraufhin keinen Grund mehr, 
der Gemeinde zu erlauben,
die Unterhaltspflicht für den Hainsbach auf ihrem Grundstück auszuüben.

Sie fordern die Gemeinde auf, bis zum 31.12.2009 
den Betrieb des Hainsbaches 
auf ihrem Grundstück 262/166 der Gemarkung Asbach einzustellen.

Am 10.11.2008 (über einen eingeschalteten Schlichter) 
machen Grau/Klampfl einen Kompromissvorschlag 
zum Eigentums-Tausch der Bach-Grundstücke.
Die Gemeinde reagiert nicht darauf.


Sollten mir bei meinen Recherchen Fehler unterlaufen sein, so bitte ich um Mitteilung.


Impressum+Datenschutz

Kontakt
schraeder-asbach-news@t-online.de

über mich


nach oben