Chronik des Psycho-Krieges 01
21.08.17


 

Abwasser

  


Nach der "Wende" werden 9 Jahre lang, von 1990 bis 1999, die Dorfgeschicke in die Hände von Bürgermeister Heinz Thomas gelegt.

Das Jahr 1999 kann man als das Jahr 
des Ursprungs der Konflikte im Dorf ansehen.

Es geschieht etwas, was alle Asbach-Sickenberger Bürger hochschrecken lässt:
Das Gerücht  vom Anschluss an die Bad Sooden-Allendörfer Kanalisation macht die Runde. Die Angst vor hohen Umlagekosten geht um. Es gibt Diskussionen und Versammlungen im Dorf, darüber, wie man das abwenden kann.
Schließlich fährt ein vollbesetzter angemieteter Bus mit dem halben Dorf nach Avendshausen, einem kleinem Dorf in Niedersachsen, das sich mit dem Bau von dezentralen  Kleinkläranlagen erfolgreich gegen einen zentralen Anschluss gewehrt hat.

Nach Besichtigung des Dorfes und seiner Anlagen, ausgestattet mit vielen neuen Informationen, fährt man mit einem aufgekommenen Gemeinschaftsgefühl wieder nach Hause. Am Schluss der Busreise meldet sich über Bordmikrofon der damalige Bürgermeister Heinz Thomas zu Wort. Er zweifelt an der Übertragbarkeit des "Avendshäuser- Abwasser-Modells" auf Asbach. 

Angespornt durch diese Aussage beginnen Andreas Klampfl und ich, schon am nächsten Tag eine Pilot- und Testanlage in Asbach zu planen mit dem Ziel zu beweisen, dass auch in Asbach mit kleineren dezentralen Kläranlagen
a) es möglich ist Abwasser auf "Europäische Badewasserqualität" zu reinigen,
b) unseren Bach zu entlasten und 
c) vor allem die Kosten für die Einwohner minimal zu halten, im Gegensatz zu den  möglichen hohen Anschlussgebühren, die jeder Einwohner zahlen müsste.

Wir gründen die „Abwasser Initiative Asbach“.
Die Anlage wird auf meinem Grundstück gebaut und in Betrieb genommen.
Für die nächsten Jahre  bleiben wir beide mit einigen anderen in diesem Bereich engagiert.
Leider sind wir fast die Einzigen, die sich in Asbach-Sickenberg um sauberes Abwasser kümmern und sorgen, denn nun heißt es “Asbach wird frühestens in 15 Jahren angeschlossen“.
Die meisten Asbach-Sickenberger wenden sich wieder ihrer Tagesordnung zu.

Der damalige Bürgermeister Werner Rühling und sein Gemeinderat ist dahingehend zu kritisieren, dass die Gunst der Stunde nicht genutzt worden ist, um ein zukunftsicheres Asbach-Sickenberger-Abwasserkonzept auszuarbeiten.
Aus diesem Grunde kandidiert die "Abwasser-Initiative" zu den Gemeinderatswahlen in 1999. 
Andreas Klampfl wird als Vertreter der Abwasser-Initiative-Liste in den Gemeinderat gewählt.

Andreas Klampfl stellt im neuen Gemeinderat zwei Anträge:

1. Einen offiziellen Ausschuss mit Fachpersonen aus der Einwohnerschaft zu bilden,  die ein Abwasserkonzept ausarbeiten,  den Bürgermeister dadurch entlasten und ihm zuarbeiten.
2. Das Feuerwehrhäuschen  nachträglich  in das Denkmalensemble der Gemeinde aufzunehmen.
(Das Feuerwehrhäuschen war in der Verantwortung  von Bürgermeister Heinz Thomas in überstürzter Aktion abgerissen worden und könnte heute in der jetzigen Wendeschleife stehen, wenn man dem Antrag von Andreas Klampfl gefolgt wäre.)
Beide Anträge wurden abgelehnt mit der Begründung, diese würden den Bürgermeister nicht entlasten, weil es ihm die Verantwortung nicht abnehmen würde. (Eigentlich war es Ziel von Andreas Klampfl alle Einwohner finanziell zu entlasten.)

In einer der ersten Sitzungen des Gemeinderates äußert sich das Gemeinderatsmitglied Heinz Thomas gegenüber dem Gemeinderatsmitglied  Andreas Klampfl:

"Solange ich hier was zu sagen habe, werden Sie hier keinen Fuß auf den Boden bekommen!"

Das ist in meinen Augen eine „Kriegserklärung“.
Hier sehe ich die erste große Verletzung, die Andreas Klampfl zugefügt wurde.

Aus meiner Sicht hätte hier Bürgermeister Werner Rühling einschreiten müssen, dies tat er aber nicht.
 


Sollten mir bei meinen Recherchen Fehler unterlaufen sein, so bitte ich um Mitteilung.


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